BDB Pressemitteilung

Bdb-hessenfrankfurt.de (Bund Deutscher Baumeister)

Neue Frankfurter Altstadt mit 3D-Druck-Exponaten

Geschrieben am 2. Januar 2019

In der neuen Frankfurter Altstadt haben auch 3D-Druck-Exponate ihren Platz – Origineller Hausschmuck sorgt am Haus Würzgarten für Aufsehen

„Das war für Kegelmann Technik ein äußerst reizvolles Projekt“, berichtet Firmenchef Stephan Kegelmann voller Stolz. Der Gründer und Geschäftsführer des erfolgreichen 3D-Druck Unternehmens mit Sitz im nahegelegenen Rodgau sagte auf Anhieb zu, als die Goldschmiedemeisterin und Schmuckgestalterin Rena Jarosewitsch um Unterstützung bei der Herstellung einer Kunstinstallation mit Leuchten für die Außenfassade des Hauses Würzgarten bat. Seit September des Jahres bietet FEINFORM in der Neuen Frankfurter Altstadt am Markt 28 selbstentworfene Schmuckkollektionen an.

Für Jarosewitsch, die sich ausgiebig mit der langen und wechselvollen Vergangenheit des Hauses Würzgarten auseinandersetzte, war das Projekt eine Herzensangelegenheit. „Das Pendel der Zeit“, so der Name der Installation „soll Altstadtbesucher auf das einzigartige Gebäude und seine lange Geschichte aufmerksam machen“

In der neuen Frankfurter Altstadt haben auch 3D-gedruckte Exponate ihren Platz
Origineller Hausschmuck am Würzgarten: Stephan Kegelmann, Geschäftsführer
Kegelmann Technik GmbH und Goldschmiedemeisterin Rena Jarosewitsch
Foto: Christoph Boeckheler

 

3D-Druck sorgt für Kunst am Bau

Die Inspiration zu dem originellen Lichtschmuck stammt aus Barcelona. Jarosewitsch fielen Messing-Türklopfer in Form einer Hand auf. Sie entwarf daraufhin zwei Hände mit Pendel und solarbetriebene Kugelleuchten, die sich an der Außenfassade des Gebäudes um ihr Logo ranken. Aufgrund der Anbringung an einem Stab bewegen sie sich bei Wind wie ein Fadenpendel. Doch die Umsetzung war kompliziert und erforderte ebenso viel Know-How wie Geschick. Ein bulgarischer Bildhauer gestaltete die Hände nach den Vorgaben der Designerin und dann kam die Firma Kegelmann Technik ins Spiel. Sie stellte sich der Herausforderung, eine Konstruktion zu finden, die die kreativen Rahmenbedingungen erfüllt und auch den strengen Anforderungen des Gestaltungsbeirates, der DomRömer GmbH und den Vorgaben des Magistrats der Stadt Frankfurt gerecht wird. Darüber hinaus mussten noch die technischen Ansprüche einer Elektroinstallation erfüllt werden. Mit Hilfe des 3D-Druckverfahrens druckten die Experten die Hände des Künstler-Entwurfs maßstabsgetreu aus. Ein Riesenvorteil für Jarosewitsch, denn andere Fertigungsverfahren wären aufwendiger, weniger präzise und erheblich teurer.

Das Pendel der Zeit am Haus Würzgarten – die Inspiration stammt aus Barcelona – Foto: Roessler ProResult

Vielseitigkeit des 3D-Drucks

„In der Regel entwerfen wir Prototypen, die dann in großer Serie hergestellt werden“ erläutert Stephan Kegelmann, der namhafte Unternehmen aus der Automobil-, der Luft- und Raumfahrtbranche und dem Maschinen- und Anlagenbau zu seinen Kunden zählt. Gerne war er jedoch bereit, das ehrgeizige Vorhaben der Designerin zu sponsorn. „Denn es zeigt die Vielseitigkeit des 3D-Druck-Verfahrens, das von der industriellen Anwendung mit Losgrößen von 1 bis zu mehreren Tausend bis hin zu Schmuck und zur Kunst am Bau reicht.“ Auch die Tatsache, dass ab sofort 3D-Druck Exponate für Aufmerksamkeit in der Neuen Frankfurter Altstadt sorgen, freut ihn.

Das Pendel der Zeit am Haus Würzgarten – Vielseitiger 3D-Druck mit Kegelmann Technik – von der industriellen Anwendung bis zu  Kunst am Bau – Foto: Kegelmann Technik

 

Das Pendel der Zeit – ein wahrer „Eye-Catcher“: Hände im 3D-Druckverfahren gefertigt, dazu Stab und Solarleuchte – Foto: Roessler ProResult

Installation „Pendel der Zeit“ kommt an

„Mit der Kunstinstallation „Pendel der Zeit“ ist Rena Jarosewitsch mit der Unterstützung von Stephan Kegelmann etwas Außergewöhnliches gelungen“, so ein begeisterter Altstadtbesucher. Insbesondere am Abend, wenn das Dämmerlicht der Leuchten auf den historischen Krönungsweg der Kaiser und der Könige fällt. „Dann wird der Atem der langen und stolzen Geschichte Frankfurt am Main spürbar.“

Das Pendel der Zeit am Haus Würzgarten – 3D-gedruckte Plakette mit den Credits – Foto: Christoph Boeckheler

Weitere Informationen

Kegelmann Technik

Kegelmann Technik ist seit 30 Jahren führend bei der generativen Fertigung von Modellen, Prototypen, Werkzeugen und Endprodukten. Kegelmann Technik generiert durch Projektsicherheit, Innovationen und Produktivität zusätzliche Wertschöpfung für Kunden, die in einem Umfeld mit großen Herausforderungen Höchstleistungen erwarten. Die Zertifizierung nach IATF-16949 (Automobil) und EN9100 (Luft- und Raumfahrt) dokumentiert das Qualitätsversprechen.

Bei vielen Kunden ist Kegelmann Technik in den Wertschöpfungsprozess voll integriert und nimmt eine Schlüsselstellung bei der erfolgreichen Entwicklung und dem Design innovativer Produkte ein. Während der gesamten Prozesskette der generativen Fertigung von Konstruktion und Design zum Modell bis zu seriennahen Prototypen setzt Kegelmann Technik den Fokus auf 100% Prozessqualität, Flexibilität und Geschwindigkeit.

Die enorme Bandbreite innovativer Fertigungsverfahren unter einem Dach in Verbindung mit dem über viele Jahre erworbenen Technologiewissen der Mitarbeiter bietet Kunden zwei einzigartige Vorteile. Zum einen die Sicherheit, dass auf jeder Stufe der Produktentwicklung von der Idee bis zur absoluten Seriennähe jeweils das optimale Verfahren zum Einsatz kommt. Zum anderen die riesigen Chancen, die die enorm vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Fertigungsverfahren bei der Produktentwicklung bieten.

www.ktechnik.de

Schmuck-Kollektionen von FEINFORM

In der Kollektion „Würzgarten“ oder „Calla“ interpretiert Rena Jarosewitsch die Ornamentik des Hauses. Die Kollektionen spiegeln den facettenreichen Bauschmuck des Hauses „Würzgarten“ wider. Darüber hinaus wurde von Jarosewitsch und ihrem Team als Hommage an Johann Wolfgang von Goethe eine spezielle Schmuckkollektion kreiert. Auch zu Goethe hat das „Haus Würzgarten“ einen besonderen Bezug, erstand dieser hier doch für seine naturwissenschaftlichen Experimente die erforderlichen Substanzen im „alten“ Würzgarten.

www.galerie-feinform.com

Zum Haus Würzgarten

In der neuen Frankfurter Altstadt wurden 15 schöpferische Nachbauten liebevoll und aufwendig errichtet. Die Rekonstruktion des Hauses „Würzgarten“ orientiert sich an der spätgotischen Gestalt des ursprünglichen Gebäudes. Dieses wurde im 16. Jahrhundert wiedererrichtet; seine Erstnennung jedoch erfolgte bereits 1292. Der „Würzgarten“ befindet sich im Herzen der neuen Altstadt, am „Markt 28“ dem historischen Krönungsweg, den Kaiser und Könige bis ins 18. Jahrhundert anlässlich der Krönungen vom Frankfurter Dom zum Römer beschritten. Schon von Weitem ist das Haus „Würzgarten“ mit seiner blauen Fassade, dem zweigeschossigen Giebel und seiner facettenreichen Ornamentik ein wahrer Blickfang. Sogenannte „Eselsrücken“ – Schweifbögen mit darunter liegenden Ornamentfeldern und eine „Frankfurter Nase“, eine Auskragung am Giebel, welche von einer Herme gehalten wird, sind weitere Besonderheiten am Haus.

Der Eigentümer: Dr. Konstantin Mettenheimer

Es war für den Königsteiner Rechtsanwalt, Steuer- und Unternehmensberater Dr. Konstantin Mettenheimer, dessen Vorfahren über zwei Jahrhunderte hier eine Drogen- und Materialwarenhandlung in Familienfolge betrieben, ein besonderes Anliegen, die Tradition des Hauses zu bewahren und ein passendes Unternehmen, bzw. einen geeigneten zukünftigen Betreiber für die im Erdgeschoss befindliche Ladenfläche auszuwählen. Mettenheimer entschied sich für die mehrfach ausgezeichnete Goldschmiedemeisterin Rena Jarosewitsch. Seit September 2018 ist sie an dem neuen Standort mit ihrer Schmuckgalerie und dem Meisteratelier FEINFORM mit filigranen Schmuck-Kollektionen vertreten.