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In der Galerie „feinform“ vereinigen sich Schmuck und kunstreiche Objekte zum Tete-à-Tete

Rena Jarosewitsch mag es „fein“. Für Sie bedeutet das kleine Wörtchen eine ganze Welt: Einen Kosmos origineller Ideen und individueller Ästhetik, dem sie einen engen Raum gegeben hat – am Weckmarkt im Museums- und Galerienviertel um den Frankfurter Dom. Dort führt die gebürtige Münchnerin Ihre Galerie „feinform“ für Schmuck und Objekte, dort präsentiert sie nicht nur ihre eigenen Schmuckkollektionen mit den bedeutungsvollen Titeln „fein & edel“, „fein & organisch“ sowie „fein & kunstvoll“, sondern auch die Stücke anderer Designer.

Im Bereich Schmuck sind sowohl Werke renommierter Gestalter als auch junge Talente zu entdecken. Sie vereinen sich zu einem vielfältigen Programm: Sophia Epp zeigt strengen, straffen Ohrschmuck, Barbara Seidenath avantgardistisch anmutenden, filigranen Email-Schmuck und Eva Steinberg feine Ringe mit reliefartiger Oberfläche. Horst Max Lebert ist mit großformatigen, klassischen Silberarmreifen vertreten und Sabine Müller mit organischen, von der Natur inspirierten Schmuckstücken, die ihre interessante Wirkung in Farbe und Oberfläche durch Einlagen aus farbigem Kunststoff erhalten. Neben den Klassikern Gold, Silber und Platin mit kostbaren Farbsteinen, sanft schimmernden Perlen und verheißungsvoll funkelnden Diamanten trumpfen unkonventionelle Materialien wie Kunststoff, Stahl oder Porzellan auf – stets verwandelt und veredelt zu originellem Schmuck, der die unverwechselbare Handschrift seines Schöpfers trägt.

Vielseitigkeit und persönliche Formensprache spiegeln sich auch in der Schmuckkollektion der Galeristin selbst: In drei Linien – eben jenen mit dem schönen Zusatz „fein“ und den Charakterisierungen „edel“, „organisch“ und „kunstvoll“ – kreiert Rena Jarosewitsch sowohl klassische, geradlinige Stücke mit aussagekräftigen Farbsteinen oder Perlen, als auch kunstvolle, durch die Natur inspirierte Arbeiten. Ihre dritte Kollektion ist stark künstlerisch motiviert: Form und Aussage stehen im Vordergrund, so dass ein skulpturaler Charakter entsteht, der bisweilen über das Schmückende hinaus geht. Mit dieser Verschiedenartigkeit will die Galeristin Begeisterung wecken – ein Gefühl, das sie selbst antreibt. „Schmuck ist ein verlängertes Ausdrucksmittel meiner Persönlichkeit“ schwärmt die 43-Jährige. Aussagen wie diese macht sie häufig und immer klingt ihr Enthusiasmus für Schmuck durch, den sie in all seinen Facetten präsentiert. Dabei ist ihr auch wichtig, alle Kunden individuell zu beraten: „Schmuck erlaubt keine Distanz zum Träger: Er unterstreicht den persönlichen Stil. Um Schmuck tragen zu wollen, muß man ihn lieben“, betont Rena Jarosewitsch.

Ihre eigene Liebe gilt noch anderen kunstvollen Dingen: Im schlichten, klaren Ambiente der Galerie zeigt sie auch Kunstobjekte, zum Beispiel zart geschliffene, gläserne „Goldrandschalen“, Email-Schälchen, handgeschmiedete Silberlöffelchen und Serviettenringe.
Der Enthusiasmus für Kunst und Kunsthandwerk in all seiner Vielseitigkeit liegt in der Biographie der Galeristin verborgen: Zunächst lässt sie sich als Glasmalerin ausbilden und geht ans andere Ende der Welt. Zwölf Jahre lang lebt und arbeitet sie in Neuseeland. Zurück in Deutschland geht sie Neues an uns absolviert eine Goldschmiedelehre, die Meisterprüfung sowie ein Studium zur Schmuckgestalterin. Ob Glasmalerei oder Schmuckdesign – die Entwürfe von Rena Jarosewitsch sind immer an der Moderne, am Zeitgenössischen orientiert und tragen den Aspekt der handwerklichen Fertigung in sich. Dies wird im hinteren Teil der Galerie deutlich, wo den Ideen Leben eingehaucht wird – am Goldschmiede-Werktisch der Galeristin.

Iris Wimmer-Olbort

Ausstellungsinfo: Frühjahrsausstellung „Form-Farbe-Licht: Schmuck der Freude macht“, noch bis 14. Mai 2005. Herbstausstellung: „Punkt-Linie-Fläche“ (Ketten und Halsschmuck), 10. September bis 5. November 2005.

Kontakt: Galerie feinform schmuck + objekte: Weckmarkt 3, 60311 Frankfurt. Tel: (069) 29 22 88 Internet: www.feinform.de