Porträt: Rena Jarosewitsch
feinform schmuck + objekte

Bericht von Silke Klose-Klatte

Hoch ist das Ansehen deutscher Goldschmiede im Ausland. Aber hier zu Lande? Fast hat man vergessen, dass es sie gibt. Mit der Industrialisierung geriet das Handwerk ins Straucheln. Schmuck ist heute für alle da. Schmuck als Konsumgut. Preiswerte Importware und Industrieschmuck. Nur noch wer das ganz individuelle sucht, geht zum Goldschmied. Und das sind nicht viele.
Goldschmiedemeisterin Rena Jarosewitsch hat es trotzdem geschafft. Die ehemalige Schülerin der Hanauer Zeichenakademie hat ihr eigenes Geschäft im Frankfurter Galerieviertel.

Rena Jarosewitsch: „Ich bin zufrieden, aber ich muss sagen, es muss noch ein bisschen besser werden. Ich bin 2 ½ Jahre im Geschäft, das ist in unserem Metier noch kein lange Zeit. Ich sag mal wenn sie 4 und 5 Jahre im Geschäft sind, dann haben sie die Möglichkeit zu sagen, ich hab Stammkunden. Das baut sich in der jetzigen Zeit noch auf.“

Rena Jarosewitsch macht nicht nur Auftragsarbeiten. In ihrer Galerie findet man das ganz besondere, das Einzigartige Jedes Stück ein Unikat. Autorenschmuck. Die Kette aus Goldfäden gehäkelt, mit Korallenröschen verziert von Alixe Ikehata. Ringe aus Gummi mit Kristallglas von Anke Fischer. Oder die Silberohrringe von ihr selbst. Autorenschmuck sind Kunstwerke im Kleinformat. Autorenschmuck ist die Hoffnung der Zukunft. Er soll das Ansehen der Goldschmiede aus der Versenkung holen, ihre Werke aus der Masse herausheben. Ob verrückt oder edel, Autorenschmuck ist bezahlbar. Reich werden Goldschmiede davon nicht. Der Beruf ist ihre Passion.

Rena Jarosewitsch: „Ich bin neugierig, was das Leben noch so bereit hält, aber ich glaub´ auch wenn ich 60 oder 70 bin, dass ich nicht sagen werde ich bin mit meinem Leben zufrieden, so quasi ich hab´ jetzt abgeschlossen. Es brauch nichts Neues mehr kommen. Ich hoff´ dass ich mich immer weiterentwickeln werde und ich hoffe, dass meine Arbeit eigentlich mir ein steter Begleiter sein wird.“